parasiten

fotos: alien 1-4 / modifiziert: der schlachter

 

einleitung:

Was sind Parasiten?
Parasiten sind allgegenwärtig. Sie nisten im Haarkleid von Tieren, bohren sich unter die Haut des Menschen, wuseln durchs Gedärm und durchs Gewebe, finden Unterschlupf in Organen wie Milz und Leber oder überschwemmen das Blut. Ihren Namen verdanken sie den alten Griechen. Parasit bedeutet soviel wie "Mitesser" (griech. para: bei; sitos: Nahrung). Als Parasiten bezeichneten die Griechen die Vorkoster der Herrschenden.
Diese Praktik sollte vor unliebsamen Giftattentaten schützen. Der Begründer der modernen Parasitologie, Rudolf Leuckart (1822 - 1898), verstand unter einem Parasiten ein Tier, das "zu klein, zu schwach und zu schlecht bewaffnet ist, um ein anderes Geschöpf, auf das es sich zu seiner Ernährung angewiesen sieht, zu überwältigen und zu töten und sich deshalb damit begnügen muss, es zu plündern." Heute verstehen wir unter Parasiten eine Vielzahl von Organismen, die in oder auf anderen Tieren oder dem Mensch leben und sich von deren Körpersubstanz, Körpersäften oder Darminhalt ernähren. Charakteristisch ist, dass nur der Parasit aus diesem Zusammenleben einen Nutzen zieht, während der Wirt, der Geschädigte ist. Es gibt keine Tierart, die nicht von irgendeinem Parasiten ausgenutzt wird. Man schätzt, dass ein Mensch im Durchschnitt x verschiedene Schmarotzer durchfüttert. Einige davon verursachen gefährliche Krankheiten wie Malaria, Bilharziose oder Amöben-Ruhr. Andere sind völlig harmlos. Die Haarbalgmilbe, zum Beispiel, lebt an den Haarwurzeln des Menschen. Man schätzt, dass jeder Zweite das 0,3 Millimeter große Spinnentierchen spazieren trägt. Die Milbe ernährt sich vom Talg ihres Wirtes.

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